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Original von Sandokahn
Ist schon klar ,nur wenn der Bagger an fängt zu drehen oder die Drehbewegung gestoppt wird kommt das Moment in der Hochachse zum tragen , wenn der Eimer voll Dreck ist wirds noch mehr .
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Das eine hat aber mit dem anderen nichts zu tun, solange der Bagger horizontal steht. Wenn der Bagger 90° auf der Seite liegt, dann hast Du zur Hälfte

recht (der effektive Hebelarm ist ja nicht der maximale).
Zur Berechnung des maximalen Drehmoments um die Hochachse halte ich das zwar für eine Möglichkeit, aber eben auch zu(?) weit entfernt vom tatsächlichen Einsatz.
M12 8.8 Anzugsmoment 69Nm bei geöltem Gewinde und 90% Ausnutzung der Streckgrenze (wobei ich jetzt nicht weiß, wie das relevant ist?)
Zur Belastbarkeit der Zahnräder: DIN 3990 Tragfähigkeitsberechnung
Das ist aber recht aufwändig.
Selbst die Abkürzung im Dubbel ist noch recht lang.
Dein Nachbar kann da aber auch nichts rechnen, solange Du ihm nicht entscheidende Daten gibst, nämlich welches Material die Räder haben.
Ich würde zu einer Vereinfachung tendieren:
Annahme alle Kraft über einen Zahn - das ist eine sehr gute Näherung für geradverzahnte Räder. Dann nimmst Du das Drehmoment durch den Nennradius des Zahnrades, das ergibt Dir die Kraft auf den einzelnen Zahn. Dann nimmst Du die Fläche des Zahnquerschnittes ~[(pi/2*Modul * Breite]mm² und berechnest die Schubspannung. Diese sollte dann Streckgrenze/Wurzel(3) nicht überschreiten.
Aber wie gesagt: Ohne Daten über das Material kann man da genauso gut raten
Ich würde dazu neigen, das Getriebe so auszulegen, dass es blockiert werden kann, ohne dass ein Schaden auftritt.
Wenn sich herausstellt, dass das nicht geht, bedeutet das, dass der Motor zu stark ist und man muss eine Annahme machen, welches Drehmoment im Betrieb überhaupt auftreten kann:
1. Sandro hat vorgeschlagen den Fall "Bagger liegt auf Seite und dreht Arm" zu betrachten.
2. Ein anderer Fall wäre, dass die Schaufel am ausgestreckten Arm gegen ein festes Hindernis drückt. Das Drehwerk dreht in dem Fall das Fahrwerk unter dem Bagger. Dann Gewicht und Reibungskoeffizient annehmen und Du bekommst ne Größenordnung für das Drehmoment, was überhaupt auftreten kann.
Wenn ich hier so die Drehmomente höre, also rund 200Nm (wenn man den Wirkungsgrad berücksichtigt), dann würde ich denken: Modul 2 hält, aber wenn Du 200Nm auf den Arm bringen würdest, würde das denn überhaupt der Arm mitmachen? 200Nm sind immerhin ein Kasten Bier ein Meter vom Drehpunkt weg.
Hier nochmal Kalles Schwenkantrieb:
http://rc-baustelle.de/thread.php?thread...tuser=0&page=20
Tschöö
Jens